• Die erste urkundliche Erwähnung unserer Insel 1398 als Balteringe läßt die Frage nach dem Beginn der Besiedlung (Baltrums) offen.

  • Wenn wir uns in der Chronik der Sturmfluten umschauen, treffen wir auf die gewaltige Marcellusflut von 1362, die so vielen Siedlungen an der Nordseeküste den Untergang brachte.

    "Und BALTRUM eine Schaufel Sand,
    Entglitten eines Riesen Hand,
    Umtost von Wind und Wogen"

  • Es wird auf Grund mehrerer Funde aus vergangenen Zeiten wohl mit Recht angenommen, daß vorübergehend im 13. und 14. Jahrhundert auf Baltrum gesiedelt wurde.

  • Eindeutig steht fest, daß vor 400 Jahren Baltrums Westspitze etwa 4,5 km weiter westlich lag, also heute auf dem Ostende der Insel Norderney zu suchen ist.

  • Nachweisbar ist, daß um 1700 etwa 14 Haushaltungen bestanden.

  • Durch Sturmfluten im 18. Jahrhundert mußten die Insulaner ihre Wohnstätten und Gotteshäuser immer weiter nach Osten versetzen. Jahrhunderte hindurch haben die Insulaner ein armseliges und bescheidenes Leben geführt.



  • Aus Fischersiedlungen wurden Wohnstätten für Schiffer. Beide Berufe waren nicht nur schwer, sondern auch ständig mit Lebensgefahr verbunden. Der Verlust von Boot, Netz und Schiff war nichts ungewöhnliches. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts erzielte man größere Gewinne. Die Kapitäne wurden wohlhabend. Noch jetzt vorhandene Andenken aus fernen Ländern, Delfter Kacheln und Buddeleien (Wandschränke) erinnern daran.

  • 1876 wurde Baltrum Seebad, doch die Besucherzahl wird gering gewesen sein.

  • Eine neue Zeit begann vor der Jahrhundertwende, mit ihr kamen die ersten 64 registrierten "Badegäste". Man fuhr mit dem Schiffer auf das Meer, ging auf Möwen, Tümmler- und Seehundsjagt. Spielte Krocket, Boccia und Rasentennis und trank im Schein der Petroliumlampe den Ostfriesentee, der mit gekochten Regenwasser zubereitet wurde.

  • 1925 beschließt die Gemeindeverwaltung Baltrum mit elektrischem Strom zu versorgen.

  • 1935 bekommt Baltrum eine zentrale Wasserversorgung. Die Gästezahlen sind auf 4408 gestiegen.

  • Nach dem zweiten Weltkrieg stiegen die Besucherzahlen auf Baltrum sprunghaft an.